Wochenglück

Wochenglück 17/2026 mit Gedanken zum Einsatz von KI

Das letzte Wochenende war schön ruhig und erholsam. Ich habe an beiden Tagen in Ruhe das Abendessen zubereitet, dazu gute Musik gehört. Mit unserer Kochbox kam ein Gericht mit einer leckeren veganen Soße aus Maronen, Champions, Sojasoße, Senf, Tomatenmark und Margarine. Am Sonntag gab es dann mal ein Wunsch-Essen der Kinder: Bananen-Pancakes.

In der Woche schaffe ich sogar zwei Mal Joggen zu gehen und auch zwei Mal eine Einheit Yoga. Im angrenzenden Naturschutzgebiet dominiert gerade hellgrün. Ich freue mich sehr auf die kommende Lauf-Saison und plane locker einen 10 km Laufe Ende August ein. Bin schon sehr gespannt ob ich das durchziehen kann. Erfolgschancen liegen so bei 30%.

Am Mittwoch treffe ich mein Team mal wieder persönlich. Es wird allerdings ein anstrengender Tag mit viel Gerede und Diskussionen. Aus einer höheren Personal-Ebene wird uns ein KI-Strategiepapier vorgelegt, dass wir umsetzen sollen. Ziel ist im Wesentlichen eine deutliche Reduktion der Mitarbeiter bei gleichzeitiger Erhöhung des KI-Einsatzes. Also nicht wirklich überraschend und so ähnlich wird es auch gerade für große Firmen in den Medien verbreitet.

Ich wünschte jedoch, die Software-Entwickler in unser Firma wären mehr in diese Strategie mit einbezogen worden. Mark Zuckerberg sagt „Projekte, für die früher große Teams nötig waren, werden heute von einer einzigen sehr talentierten Person erledigt“. Gleiche ich das mit der Realität ab, kann ich es mir nur schwer vorstellen. Trägt diese eine Person dann auch die ganze Verantwortung und trifft sämtliche Entscheidungen?

Wenn ich aktuell schaue was mir die KI für Ergebnisse liefert, sind die Ergebnisse oft sehr gut, aber oft sind auch Fehler enthalten. Diese Fehler werden aktuell bei uns noch durch ein menschliches Review aufgedeckt. Die spannende Frage bleibt nun, schaffen wir es die Fehler, die KI heutzutage macht, durch wiederholtes Prüfen von KI-Agenten und einer verbesserten Anweisung zu eliminieren oder werden Anwendungen durch den vermehrten Einsatz von KI instabil? Werden Firmen den Einsatz bereuen, weil sie durch Ausfallzeiten starke Verluste einfahren? Oder ist es einfach der nächste, unausweichliche Schritt auf dem Weg der Automatisierung von mühseligen Aufgaben.

Dann ist da noch die Sache mit dem Energieverbrauch und den Kosten. Selbst wenn wir also die Fehler, die KI-Agenten machen, bald ausmerzen, könnte es teuer werden. Irgendwann ist der Einsatz einer KI vielleicht sogar teurer als der Einsatz einer Software-Entwicklerin. Es ist wirklich spannend, wenn nicht gerade mein Job an dieser Frage hängen würde. Jetzt werde ich also erstmal weiter an der Automatisierung meiner Arbeit werkeln, solange bis ich eventuell überflüssig geworden bin.

Gegen Ende der Woche geht es mir spürbar schlechter. Kleine Streitereien mit Mann und Kindern setzen mir zu und ich sehe alles in schwarzen Farben. Ich bin sehr unglücklich. Da ich diese Stimmungstiefs mittlerweile gut mit meinem Zyklus abgleichen kann, weiß ich, dass es mir bald wieder besser gehen wird.

Ich schlafe am Freitag beim großen Sohn, wir spielen Schach und lesen jeder noch ein bisschen; er die Avatar-Comics, ich starte mit „Avatar – Der Aufstieg von Kyoshi“. Das Buch zieht mich gleich in seinen Bann. Die Nacht wird ganz ok, ich wache um halb sieben auf und kann dann noch in Ruhe zwei Stunden lesen. Auch nach dem Frühstück sitzen wir alle noch zusammen, lesen oder hören Hörbuch. Die Welt ist wieder in Ordnung. Morgen fahren wir seit langem mal wieder zu meinen Eltern, werden wieder gemütlich zusammen sitzen und dann am Abend unser Apfelbäumchen mitnehmen.

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