Letzten Sonntag hatten wir einen schönen Sonntag bei meinen Eltern. Wir haben zur Zeit noch den Wagen von den Großeltern geliehen und nutzten ihn, um auch mal am Morgen zu meinen Eltern zum Brunch zu fahren und am Abend wieder zurück. Meine Eltern haben ordentlich aufgetischt, das Wetter hat auch mitgespielt, der Verkehr auch, und so sind wir am Abend satt und glücklich wieder nach Hause gefahren. Es gibt keine Fotos und so muss ich mir diesen schönen Tag einfach so merken. Immerhin gibt es jetzt hier den kleinen Merker.
Manchmal sind die Tage hier allerdings echt doof und stressig. Dann kommt der große Sohn von der Schule und irgendwie sind alle genervt und jeder will nur seine Ruhe. Der Dienstag war so ein Tag, aber ein bisschen glücklich war ich dann doch am Abend, als ich dann noch ein paar schöne Momente mit meinem Sohn beim Paperflieger-Fliegen hatte. Es ist eben wie es ist, ich bin auch nur ein Mensch, die anderen auch und es kann halt nicht immer perfekt sein. Da gibt es dieses schöne Lied von den Ärzten „Perfekt“, es geht dabei zwar um eine Liebesbeziehung, aber es passt auf Familie genauso: „Warum kann’s nicht perfekt sein?….“ Die Ohrwurm-Melodie dazu habe ich an solchen blöden Tagen, wo jeder so seine Launen hat, oft im Kopf.
Mittwoch war das Wetter dann sehr schön. Der große Sohn kommt mit uns zum Spielplatz und wir haben eine ganze Weile Spaß zusammen. Irgendwann dann nicht mehr, aber das Thema hatten wir ja gerade. Trotzdem war das ein schöner Tag! Die Spielplatz-Nachmittage finden nur noch selten statt und ich werde kaum noch dabei gebraucht. #siewerdensoschnellgroß

Mein Mann hat versucht unseren Kaffee-Vollautomaten zu reparieren, der nach vier Jahren schon seinen Geist aufgegeben hat. Leider ist ihm das teure Ersatzteil dann schnell auseinander gefallen und jetzt ist er in den Kaffeestreik getreten. Ich trinke noch weiter den handgebrühten Filterkaffee. Eine neuen Vollautomaten wird es wohl erstmal nicht geben.
Donnerstag wieder ein langer Tag in der Firma, wir üben die Wiederherstellung unserer Systeme. Abends bin ich platt und freu mich auf die Familie. Ich backe Kaiserschmarrn für die Kinder, grünen Spargel gibt es für die Großen. Abends dann noch eine Runde Harry-Potter-Monopoly mit dem großen Sohn. Wir sind eigentlich beide zu müde dafür, ziehen es aber durch.
Am 1. Mai wach ich dann viel zu früh auf. Mein Kopf summt. Soviel geht mir durch den Kopf.
Ich lese also weiter „Avatar – Der Aufstieg von Kyoshi“, es gefällt mir noch besser als die beiden Yangchen Bücher, weniger Politik und mehr persönliche Entwicklung. Ich mag die große, wütende Kriegerin. Dann gibt es um acht Uhr ein gemütliches Frühstück, der jüngste Sohn und ich teilen uns „Overnight Oats“, dann hört er Hörbuch und ich lese weiter.
Die Eindrücke vom vorigen Arbeitstag mit viel Austausch hängen mir noch nach. Eine Kollegin, die ich sehr mochte, wurde verabschiedet. So ist das mit Arbeitsbeziehungen, man sieht sich jahrelang jeden Tag, lacht, ist fleißig, erarbeitet sich gemeinsam Fortschritt, dann sagt man Tschüss und sieht sich vermutlich nie wieder. Außerdem beschäftigt mich, dass ich gegen Ende des Tages einen blöden Fehler begangen habe. Die Übung ist ja dafür da solche Fehlermöglichkeiten aufzudecken, trotzdem hätte ich ihn verhindern können, wenn ich nur nicht diesen Knopf gedrückt hätte. Aaaaargh!!!



Heute dann halbwegs entspannte Betriebsamkeit. Ich pflanze ein wenig, Mann und Sohn bauen einen Schreibtisch-Unterschrank zusammen. Der jüngste Sohn spielt erst mit der Wasserbahn, dann mit seiner Burg. Alles mit großem Enthusiasmus.
Ich verlinke mich heute mal hier unter dem Eintrag Samstagsplausch, entdeckt über Hamburger Arroganz. Zwar heißt mein Samstagsplausch Wochenglück (hier bei Fräulein Ordnung abgeschaut), aber sonst passt die Rubrik sehr gut.
