Nach April-Wetter Anfang Juni kam sengende Hitze Ende Juni. So heiß, dass wir alle zusammen im kühlen Keller schlafen.

Einen Sonntag gehen wir alle zusammen zum Schulhof und fahren zusammen auf Inlinern, sogar mein Mann. Der Jüngste übt weiter Radfahren und braust schon ziemlich schnell um alle Ecken. Ein paar Tage später stoppt mein Mann dann auf dem Rückweg von der Kita nicht schnell genug und stoppt unsanft an einem Straßenschild. Von da an humpelt er durch unser Haus und muss sich in Geduld üben.
Im Juni findet auch die Abschlussfeier von der Grundschule für meinen großen Sohn statt. Direkt am Anfang setzt sich die Klasse auf den Bühnenrand, die Lehrerin greift zur Gitarre und die ganze Klasse singt richtig toll „Feuerwerk“. Viele Eltern haben in dem Moment feuchte Augen, auch ich bin gerührt. „Lass uns leben wie ein Feuerwerk!“ passt einfach sehr gut. Mir wird nochmal klar, die ganze Kindheit ist ein einziger Abschied, zumindest für uns Eltern.

Ende Juni findet die wunderschön-traurige Seebestattung meines Onkels statt. Das Wetter war optimal für seine letzte Fahrt auf die Nordsee. Die Wasseroberfläche war glatt und spiegelte die Sonne. Ich schaute mir gern die Schleuse, die Kräne und Container-Schiffe an und fühlte mich in Bremerhaven doch noch ein bisschen zuhause. Mein Onkel ist zu früh verstorben und wird von seiner Familie, Freunden und Kollegen sehr vermisst werden. Der Umgang mit ihm war nicht immer einfach und ich vermute, er wusste gar nicht wie sehr er denn letztendlich doch gemocht und geliebt wurde. Nach dem Absenken der Urne fuhr das Schiff dreimal um die Stelle herum, dabei lief „I am sailing“ und „Time to say goodbye“. Wieder an Land setzten wir uns zu Gosh und verbrachten den Nachmittag zusammen. Wir aßen, tranken und lachten und merkten, ja, das Leben geht weiter. Ich hoffe sehr, dass seine Frau und Kinder in den nächsten Wochen gut zurecht kommen.
Zur Trauerfeier bin ich ohne Familie gefahren, denn Mann & Kids kannten meinen Onkel leider kaum. So hatte ich auch mal zwei Nachmittage mit meinen Eltern alleine. Es waren sehr heiße Tage und so saßen wir einfach nur auf der Terrasse und redeten viel von früher. Wir kennen uns halt schon ein paar Jahre. Am nächsten Tag wurde ich dann von meinen Eltern nach Hause bis nach Hamburg gefahren und wir verbrachten bei uns noch einen ruhigen Tag zusammen.
Danach geht es bei uns mit vielen Terminen weiter, im Juli dann aber zunächst bei kühleren Temperaturen. Die vierte Klasse macht zum Ende des Schuljahres noch viele Ausflüge, auch die Vorschulklasse endet mit einem Eis. Beim Sommerfest in der Kita gibt es wieder von jeder Gruppe eine schöne Vorführung, die Mäuse mit dem „Stopp Tanz Lied“ von GroßstadtEngel und als Ohrwurm bleibt für uns noch „Fühlst du die Musik?“. Am Ende werden dann noch die Vorschulkinder mit „Ade du schöne Kindergartenzeit“ verabschiedet.



Danach stürzen wir uns hier in Vorbereitungen für den 10. Geburtstag, den wir mal wieder bei uns zuhause mit einer kleinen Schnitzeljagd feiern. Wir kaufen uns dafür ein fertiges Set im Internet, aber es ist dann doch einiges vorzubereiten. Die Kinder brauchen dann dann nicht so lange für die Rätsel wie gedacht, aber die Laune ist ganz gut und auch der restliche Geburtstag verläuft friedlich, wenn auch nicht besonders ruhig. Sie spielen erst mit viel Geschrei Werwolf im dunklen Kinderzimmer, dann noch eine Runde auf den Spielplatz, zwischendurch Pfannkuchentorte und Mini-Pizzen und dann ist die Sause schon wieder vorbei. Allerdings bleiben einige Kinder dann noch bis abends und so dauert es dann doch noch eine ganze Weile bis es bei uns wieder ruhiger ist.
Nach der Geburtstagsfeier starten endlich die Sommerferien und die Tage werden etwas entspannter.
Der Jüngste begeht an den ersten Ferientagen noch seine letzte Kita-Gruppenreise. Es ist bereits seine dritte Reise und so ist die Aufregung nicht mehr ganz so groß. Sie verbringen zwei schöne Tage an der Ostsee und ich bin der Kita sehr dankbar, dass sie diese Mühe auf sich nehmen. Für die Kinder ist es eine tolle Zeit.
Nach der Gruppenreise des Jüngsten gibt es leider erstmal ein paar schlechte Nächte wegen unzähliger Mückenstiche. Darauf folgen dann unweigerlich ein paar nicht so tolle Tage mit einem nörgeligen Kind und müden Eltern.

Bevor dann aber die ruhigere Sommerzeit wirklich beginnt, fährt mein Mann erst einmal noch vier Tage auf Dienstreise. Es ist immer anstrengend den Alltag mit den Kindern alleine zu bewältigen, aber wir schaffen das gut. Kleine Auseinandersetzungen gibt es trotzdem, aber wir haben auch viel Spaß zusammen. Mein großer Sohn bleibt meist so bis 13 Uhr in der Ferienbetreuung. Um kurz vor drei holen wir dann zusammen den Jüngsten von der Kita ab. Es ist angenehmes Sommerwetter und so holen wir uns ab und und zu ein Eis und suchen schattige Stellen an Bächen in unserer Nähe auf. Abends schlafen wir alle in einem Zimmer und schlafen meist viel zu spät ein.
Dieses Wochenende ist mal ein ruhiges Wochenende. Ich liebe trödelige Samstage, wir sitzen lang am Frühstückstisch, mein Mann mag das ja leider nicht so gerne. Der große Sohn braucht dagegen eine Stunde für eine Schüssel Müsli und kann sehr gut trödeln. Gegen Mittag brechen wir dann zur Bücherhalle auf. Mein kleiner Sohn fährt die ganze Strecke mit seinem kleinem Rad. Er kaspert leider viel darauf herum und baut öfter kleine Unfälle.
Jetzt kommen noch ein paar ruhige Tage auf der Arbeit, da das halbe Team im Sommerurlaub ist. Anschließend kommt unser kleiner Sommerurlaub, wir besuchen Freunde und Familie und reisen nur in Niedersachen herum. Ich freu mich trotzdem schon sehr auf die freie Zeit.
Wünsche allen LeserInnen eine schöne Sommerzeit.
